Neue Arbeitszeitmodelle gegen Digitalisierungsstress

Abriss durch Geschichte und Konsequenzen der Industrialisierung

Im Jahr 1919 wird der 8-Stunden-Arbeitstag eingeführt. Schließlich während der 1950er Jahre wird die 5-Tage-Woche gesetzlich verabschiedet. Im Jahr 1984 arbeitete man sogar nur innerhalb einer offiziell geltenden 35-Stunden-Woche. Im Jahr 2003 wurde erneut versucht diese Regelung in Ostdeutschland wieder einzuführen, was aber scheiterte.

Laut Studien und Umfragen würden rund 18 Mio. Menschen weltweit kürzere Arbeitszeiten als die zur Zeit geltenden 38,5 Wochenstunden befürworten.

Um Überarbeitung und langfristig Burnouts vorzubeugen soll eine Reduzierung der Vollzeitarbeit bei gleichen Lohn auf rund 28-32 Wochenstunden weiterhelfen.

Die IG Metall führte 2018 auf Wunsch ihrer Mitglieder 28 Wochenstunden als plausible Arbeitszeit ein.

Laut Statistik arbeiten Erwerbstätige in der BRD durchschnittlich rund 41 Stunden pro Woche in Vollzeit mit einem Urlaubsanspruch von 27 Tagen im Jahr. Es besteht die Möglichkeit einer Reduktion der durchschnittlichen Arbeitszeit auf Basis von Home-Office und Teilzeit auf rund 20 Wochenstunden. 1,7 Mrd. Überstunden wurden in der BRD im Jahr 2016 ggf. unbezahlt getätigt.

Tatsächlich effizient und konzentriert würde man bei einem 8-Stunden-Arbeitstag nur rund 2,5 Stunden laut Untersuchungen arbeiten. Effizienzdruck, Rationalisierungsmaßnahmen, Digitalisierung, Automation und Multitasking erhöhen Stress und Termindruck deutlich.

Ab 2025 übernehmen laut einer Studie auf dem Weltwirtschaftsforum Maschinen und Algorithmen deutlich mehr Arbeitsstunden als der Arbeiter, Angestellte oder Arbeitgeber.

Mit Hilfe von Prozess-Optimierung, positiver Automation in Maßen und einem Abbau von Multitasking-Abläufen soll in Zukunft bei kürzerer Arbeitszeit die gleiche Arbeitsmenge respektive dasselbe Arbeitsergebnis erzielt werden.

Es geht um eine gerechte Verteilung von Arbeitszeit. Die 18 Mio. Arbeitskräfte die weniger Arbeitszeit einfordern, stehen 5 Mio. Personen gegenüber die deutlich mehr und länger arbeiten möchten. Steuern und Sozialabgaben machen aber Überstunden überflüssig. Die Stundenlöhne sind in Teilzeitarbeit durchschnittlich um rund 18% niedriger als in Vollzeit.

 

 

 

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