Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Jodzufuhr von 200 Mikrogramm (µg).
Jodsalz ist eine gute Möglichkeit, diese Menge zu decken. Ein gestrichener Teelöffel (ca. 5 Gramm) jodiertes Speisesalz enthält etwa 100 Mikrogramm Jod.
Wichtig ist, die gesamte Salzzufuhr im Auge zu behalten: Die DGE empfiehlt maximal 6 Gramm Salz pro Tag für Erwachsene. Darin ist auch das Salz enthalten, das bereits in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Wurst und Käse steckt.
Die langfristige Aufnahme von maximal 500 µg Jod pro Tag gilt für Erwachsene als sicher. Höhere Dosen sollten vermieden werden, da sie gesundheitliche Risiken, insbesondere für die Schilddrüse, bergen können.
Grundsätzlich besteht Speisesalz zu einem Großteil aus Natriumchlorid (NaCl). Dies ist der Hauptbestandteil und auch der Grund, warum Salz salzig schmeckt. Natrium und Chlorid sind für den Körper lebensnotwendig und an vielen Prozessen beteiligt, wie dem Flüssigkeitshaushalt, der Nervenfunktion und der Produktion von Magensäure.
Zusatzstoffe in Salz
Neben Jod kann Salz auch weitere Zusätze enthalten:
Rieselhilfen/Trennmittel: Diese verhindern, dass das Salz verklumpt. Gängige Rieselhilfen sind zum Beispiel Calciumcarbonat (E 170), Magnesiumcarbonat (E 504), Siliziumdioxid (E 551) oder Ferrocyanide (E 535, E 536, E 538). Diese gelten in den zugelassenen Mengen als unbedenklich.
Fluorid: Manchmal wird Fluorid zugesetzt, um die Kariesprophylaxe zu unterstützen.
Folsäure oder Selen: Seltener gibt es auch angereichertes Salz mit Folsäure oder Selen.
Natürliche Mineralien in “unjodiertem” Salz
Viele “unjodierte” Salze, wie Meersalz oder Steinsalz (z.B. Himalayasalz), werden oft als “gesünder” beworben, weil sie angeblich mehr Mineralien und Spurenelemente enthalten. Es stimmt, dass sie geringe Mengen anderer Mineralien wie Kalium, Magnesium oder Calcium enthalten können, die je nach Herkunft variieren.
Allerdings ist der Anteil dieser zusätzlichen Mineralien in der Regel so gering, dass er keine nennenswerten gesundheitlichen Auswirkungen hat. Die beworbenen gesundheitlichen Vorteile sind oft wissenschaftlich nicht belegt. Der Hauptbestandteil bleibt Natriumchlorid, und die Menge an Mineralien ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln, die diese Mineralien in größeren Mengen enthalten, zu vernachlässigen.
Warum Jodsalz empfohlen wird
Die meisten offiziellen Ernährungsgesellschaften, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), empfehlen im Haushalt die Verwendung von jodiertem Speisesalz. Der Grund dafür ist, dass Deutschland ein Jodmangelgebiet ist und Jod ein lebensnotwendiges Spurenelement für die Schilddrüsenfunktion ist. Ohne Jodsalz ist es schwierig, den täglichen Jodbedarf über die normale Ernährung zu decken.
Ein Zuviel an Salz ist immer ungesund, egal ob mit oder ohne Jod. Ein hoher Salzkonsum kann zu Bluthochdruck führen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen.
Fazit
Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass unjodiertes Salz “gesünder” ist als jodiertes Salz. Im Gegenteil, jodiertes Salz trägt dazu bei, einen Jodmangel in der Bevölkerung zu vermeiden. Die wichtigen Punkte sind immer die Gesamtmenge an konsumiertem Salz und eine ausgewogene Ernährung. Wenn Sie Salz verwenden, ist jodiertes Salz die empfohlene Wahl.
Es wird empfohlen, jodiertes Speisesalz täglich zu verwenden, allerdings in Maßen.
Hier die wichtigsten Punkte, wie viel und wie du es am besten einsetzt:
Jodzufuhr: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene eine tägliche Jodzufuhr von 200 Mikrogramm (µg).
Jodsalz-Menge: Ein gestrichener Teelöffel (ca. 5 Gramm) jodiertes Speisesalz enthält etwa 100 Mikrogramm Jod. Das heißt, mit einem bis zwei Teelöffeln Jodsalz pro Tag, die du über deine Mahlzeiten verteilt einsetzt, kannst du einen Großteil deines Jodbedarfs decken.
Gesamt-Salzzufuhr beachten: Die DGE empfiehlt, insgesamt nicht mehr als 6 Gramm Salz pro Tag zu konsumieren. Das ist etwa ein gestrichener Teelöffel. Da ein Großteil des Salzes, das wir aufnehmen, bereits in verarbeiteten Lebensmitteln wie Brot, Wurst, Käse und Fertiggerichten steckt, ist es wichtig, beim Kochen und Würzen bewusst sparsam mit Salz umzugehen.
Wie du Jodsalz im Alltag einsetzt:
Beim Kochen: Verwende jodiertes Speisesalz zum Würzen deiner Speisen. So stellst du sicher, dass das Jod gleichmäßig verteilt wird.
Weniger ist mehr: Würze lieber vorsichtig und schmecke ab, bevor du nachsalzt. Oft reicht schon eine geringe Menge Salz.
Andere Jodquellen nutzen: Ergänzend zum Jodsalz kannst du deine Jodzufuhr durch den Verzehr von Seefisch (1-2 Mal pro Woche) und Milchprodukten (täglich) unterstützen.
Wichtig: Die empfohlene maximale Jodzufuhr von 500 µg pro Tag für Erwachsene wird durch die normale Ernährung und die Verwendung von Jodsalz in der Regel nicht überschritten. Bei Schilddrüsenerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Bedenken solltest du immer Rücksprache mit deinem Arzt halten.


